im kerzenschimmer

im kerzenschimmer glimmern immer schlimmer zeitentsagte augenblicke. sie flammen flimmernd durch das zimmer. streifen und ergreifen deine zarten züge. umrunden in diesen stunden die wunden meiner sehnsucht und treffen trefflich treu tief in mein verlangen. in langen atemzügen begierde heiß verheißenden schüben. im kerzenflackern koste ich wacker an deiner haut. gegen jede grenzwertige regel, errege ich aufsehen. zu süß ist was nach verboten klingt, mit süßer stimme in meine sinne dringt. im kerzenlicht besticht gar bricht sie jede pflicht, tut mir gut und gibt mir mut.

unaufgeforderte liebe

manchmal schmerzt das herz so laut und macht mich taub, nimmt mir das gefühl, hinterlässt mich kühl. immer dann verbrennt es feine sehnen meines spürens. spürt mich auf bis ich nichts mehr spüre, den tag in hader führe. dann werde ich leise, grolle auf meine weise und walke gedanken. wiege mich in meinem schmerz und trolle mich schwer verletzt. immer dann suche ich nach halt, halte mich an augenblicken fest, die mir unsere gemeinsame zeit überlässt. suche kraft und mut, deine zuneigung täte so gut. ich bin verliebt in deine unaufgeforderte liebe.

tücke auf der suche

es ist ruhig geworden in den worten meiner bruchstücke liegt angst vor tücke. die stücke rücken nervös umher, tun sich schwer. immerzu sind sie auf der hut. tun nicht gut, nehmen meinen mut. immerzu sind sie auf der suche nach deiner aufmerksamkeit, nach deiner aufmerksamen zuwendung.
immer zu wenden sie sich um. stummes flehen, banges wehen. lauschend, wartend, hörend. die stille bleibt laut, störend. mit aller kraft die liebe schafft, mit allen wegen, die gefühle erregen ruft ein jedes stück nach etwas glück, nach einem laut, der sich zu melden traut.

im morgenlicht

siehst du auch die kleingkeit? die in ihrem schein gar nichtig, in ihrer
botschaft wuchtig wichtig. im frühen morgenlicht schlicht mit schönster
sicht innehalt befiehlt, sich seicht und leicht durch dicke sorgenwände
stiehlt. mich hier stehend im vorübereilen sehend unvermittelt trifft.
zum verweilen mein herz mir rührt, die kehle trocken schnürt und mein
verlangen nach der zeit für gefühle weckt. mich ansteckt und anstellt,
wohin geht die welt? die dahlien schimmern schön im morgenlicht und für
einen moment sind sie am frühen tag die schönste sicht.

offene arme

mit offnen armen stehe ich hier. hoffend mit dem blick zu dir. ich bin
für dich da. nimm mich wahr. verschließe dich nicht, komme ins licht und
lasse mich für dich bezug sein. bleibe nicht mit dir allein. wir gehören
zusammen, ob scherze oder schmerzen flammen. ob schlimm schön oder schön
schlimm, wehe weinend oder laut lachend, gefühle entfachend. ich bin bei
dir mit offenem visier scheue ich kein blessier. bin dir hörend und will
anteil haben an deinem sorgen und darben. mit offnen armen warte ich auf
dich. ich verweile oder eile, doch ich lasse dich nicht im stich.