Dem Schicksal dankend

Auf Zeitreise in Gedanken
auf eine Zeit verweisend in Gedanken
wechsle ich Ort und Geschehen
kann ich mir selbst eingestehen

Die Reise zu zweit, sie geht weit
weiter als die Erwartung bereit
befreit sie von Zweifel und Sorgen
obsiegt sie der Angst vor Morgen

Auf Zeitreise in Gedanken
säumen Momente wie Ranken
halten sie vehement verbunden
der Erinnerung schönster Stunden

Auf eine Zeit verweisend in Gedanken
will ich dem Schicksal danken
wechsle ich Ort und Geschehen
werde ich Dein Lächeln sehen

du bist

du bist mir frau und immer begleiter
mir geborgenheit und ewig mitstreiter

du bist mir geliebte und innig begehrte
mir sehnsucht und sinnlich verehrte

du bist mir fremde und flammend abenteuer
mir kurzweil und glühend heiße feuer

du bist mir liebende und zärtlich zehrende
mir kühnheit und wehement wehrende

du bist mir frau und immer begleiter
schritt um schritt gehe ich mit dir weiter

zusammenhalt

zusammen halten wir durch und aus
halten an uns und uns fest

zusammen halten wir ein und inne
halten an, sammeln unsere sinne

zusammen halten wir fest und sicher
halten unsere herzen

zusammen halten wir auf und fern
halten ab, was uns verletzt

zusammen behalten wir uns das Lachen
behalten den sinn, scherze zu machen

zusammen behalten wir die Sinnlichkeit
behalten die Liebe und Zärtlichkeit

Sommerwind

leicht schimmert Lunens Licht
gibt mir die Sicht
durch die tiefe Nacht
und nimmt mir den verdacht

du liegst leise auf dem Tuch
der Sommerwind ist zu Besuch
ein seichter zug weht
und schöner Augenblick entsteht

nur wenige schritte weiter
bin ich schaudernd begleiter
stehe still an der Türschwelle
genieße die süße Welle

getroffen von warmen gefühlen
beginnt es mich aufzuwühlen
die sehnsucht wird laut
nach dem geschmack deiner haut

noch verweile ich still
spüre wie ich dich will
verharre noch kurz
vor der Begierde sturz

nach mir greifen

im Lichterspiel der Nacht
sehe ich den kalten Wind

an meine Scheiben prallen
mit unsichtbaren Krallen
nach mir greifen

im Gedankengang der Stunde
höre ich das Rascheln

der Birkenblätter
bei dunklem Wetter
nach mir greifen

im Sehnsinnen der Gefühle
spüre ich den Hauch

deiner filigranen Hand
an meinem Bewusstseinsrand
nach mir greifen

- V – fünf tage meines lebens – V -

fünf tage meines lebens…
… verbrachte ich an deiner seite
… blieben meine augen an deiner weite

fünf blicke meines augenlichtes…
… richteten sich an dein lachen
… lichteten sich und ließen mich wachen

fünf berührungen deiner finger…
… erspürten mich in meinem versteck
… verführten mich, weit weit weg

fünf tage meines lebens…
… waren der tage zu gering
… waren der tage viel zu gering